FDP-Watch

Das Korrektiv für die Parteiliberalen

Gerhard Papke, NRW-FDP, wird der Ordnungspolitik nicht gerecht

Andere suchen nach einem Sündenbock. Der Düsseldorfer FDP-Fraktionschef Gerhard Papke schimpfte auf das „unfähige Konzernmanagement, das seiner Verantwortung nicht gerecht geworden ist“.

Gerhard Papke hat offenbar nicht begriffen, dass die Soziale Marktwirtschaft eine Freie ist. Sonst hätte er sich bei seinen Aussagen zur Arcandor-Insolvenz wohl vornehm zurückgehalten. Hätte Herr Papke mal seine Nase in ein wirtschaftstheoretisches Werk statt vor die Mikros gehalten, wüsste er, dass in einer freien Marktwirtschaft –schockschwerenot!– auch das Scheitern der Fähigen möglich ist.

Jedenfalls wird Gerhard Papke dem Gegenstand seiner Kritik nicht gerecht, wenn er ins populistische Horn bläst. Nachdem er in seiner Funktion als Landtags-Fraktionsvorsitzender in Nordrhein-Westfalen schon Staatshilfen für Opel mittrug, wird er  bereits zum zweiten mal negativ im ordungspolitischen FDP-Watch-Fleißheftchen vermerkt.

Die kritischen Stimmen aus der Basis zum Opel-Bailout scheinen leider ungehört verhallt zu sein.

Geschrieben von deltafoxtrot

9. Juni 2009 um 16:55

Eine Antwort

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  1. Schlimm. Klar ist eine Insolvenz kein Grund zum Jubeln, aber vielleicht könnte ein FDP-Politiker in solch einem Moment doch bischen die Ordnungspolitik hochhalten und erklären, dass die Politik auch kein Kaufhaus führen kann, wenn es die Experten, Manager und Eigentümer offensichtlich schon nicht schaffen, dauerhaft schwarze Zahlen zu schreiben.

    Wer in so einem Moment als FDPler ins Trübsaalhorn bläst, hat nichts von Liberalismus verstanden.

    Dagny

    9. Juni 2009 um 17:44


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