Nichts ist unmöglich…
…man muss es nur richtig machen. Wenn Frau Gruß von der FDP meint,
“Ohne eine staatliche Förderung und Gleichstellung der privatgewerblichen Kinderbetreuung ist ein flächendeckendes, qualitativ hochwertiges Angebot jedoch nicht möglich. Das Argument, nur öffentliche Träger seien in der Lage eine gute Betreuung anzubieten, gehört endgültig widerlegt.”,
dann dann hat sie zwar prinzipiell recht, zäumt aber das Pferd der Kinderbetreuung gewissermaßen von hinten auf. Wie wäre es damit von einer Objektförderung in der Kinderbetreuung konsequent auf eine Subjektförderung der Eltern mit nachfolgender Wahlfreiheit zwischen Betreuungsstätten öffentlicher und privater Träger über zu gehen? Damit wäre der von ihr angemahnten Gleichstellung aller Träger genüge getan und ein fairer Wettbewerb der Kindertagesstätten um die Kinder eröffnet. Kein Politiker müsste sich dann Gedanken machen, wer denn nun einer öffentlichen Förderung besonders bedarf. Kindertagesstätten würden mit ihrer Betreuungsqualität um die Kinder buhlen, statt Zeit und Personal dafür zu verschwenden öffentliche Fördertöpfe anzuzapfen. So einfach kann Kinderförderung und Armutsbekämpfung sein.

Der Gedanke ist zwar richtig, aber zum einen kann ich (zumindest in dem Zitat) nicht erkennen, dass Frau Gruß unbedingt die “Objektförderung” zementieren wollte, zum anderen ist die “Subjektförderung” auch nicht ganz unproblematisch: In bestimmten gesellschaftlichen Schichten besteht eine ernsthafte Gefahr, dass das Geld dann nicht für die (förderliche) Kinderbetreuung verwandt wird, sondern für beliebige andere Zwecke ausgegeben wird. Ich will nicht sagen, dass damit die Idee per se hinfällig ist – aber zumindest nachdenken sollte man über dieses Risiko.
chris
16. August 2008 um 07:13
Ich finde Bildungsgutscheine bedenkenswert.
Daniel Fallenstein
16. August 2008 um 07:58